
Die Twilight-Bücher: Vom Buch zum Film
“Biss zum Morgengrauen” ist der erste Roman einer vierteiligen Serie, die im englischen Original unter dem Titel „The Twilight Series“ bekannt ist. Der amerikanischen Autorin Stephenie Meyer gelang mit der Vampirsaga ein großer internationaler Erfolg. Der erste Band erschien 2005 und hielt sich wochenlang in den Bestsellerlisten.
Im Mittelpunkt der Handlung stehen die Schülerin Bella Swan und der Vampir Eduard Cullen. Bella wird als unscheinbares tollpatschiges Mädchen in die Handlung eingeführt, das alleine in eine verregnete Kleinstadt zieht, um bei ihrem Vater zu leben. Ganz im Gegensatz zum übernatürlich schönen Eduard, der perfekt zu sein scheint. Bella und Eduard verlieben sich ineinander, aber die Tatsache, dass er ein Vampir und sie ein gewöhnlicher Mensch ist, macht die Sache kompliziert.
Stephenie Meyers Buch ist stellenweise durchaus mitreißend geschrieben, manchmal überschlagen sich die Ereignisse regelrecht. Es gibt sowohl dramatisch spannende als auch romantische Passagen. Manche Handlungsstränge wirken jedoch leicht übertrieben, die oft kitschig umschriebene Gefühlswelt scheint nicht ganz zur gefährlichen Vampirwelt zu passen.
Vampire als Erfolgskonzept?
“Biss zum Morgengrauen” ist nicht das erste Buch, das Vampire zum Thema macht. Die Frage, warum die Vampirthematik gerade Stephenie Meyer reich gemacht hat, ist gar nicht so einfach zu beantworten. Obwohl die Romane der Kategorie Jugendbuch zugeordnet werden, sind auch viele Erwachsene dem „Twighlight-Wahn“ verfallen.
Vampire wirken als übernatürliche Phänomene, als etwas Irreales, als etwas Unerreichbares, etwas Mystisches, das es in der wirklichen Welt nicht gibt, faszinierend und das ist kein Wunder. Menschen fühlen sich seit jeher von märchenhaften Phantasiegestalten angezogen.
Stephenie Meyer hat das Vampirmotiv jedoch stark abgewandelt. Die Helden ihrer Romane sind keine blutrünstigen Monster, die Menschen töten. Vielleicht, um der Geschichte einen humaneren Anschein zu geben, vielleicht aber auch, um die Liebesangelegenheiten zwischen Mensch und Vampir – die ohnehin schwierig genug sind – nicht unnötig zu verkomplizieren, ernähren sie sich ausschließlich von Tierblut.
In “Biss zum Morgengrauen” wird man in Stephenie Meyers Vampirwelt eingeführt und es dauert eine Weile, bis man sich darin zurechtfindet. Die Autorin stattet ihre Vampire mit zahlreichen Merkmalen aus, die dem gängigen Vampirklischee widersprechen, was im Buch auch thematisiert wird.
Bisher erwartete man sich vom Vampirgenre keinen Liebesroman für Teenager. “Biss zum Morgengrauen” ist aber einer. Es ist gut möglich, dass gerade die Verbindung dieser beiden Themen den Erfolg der Geschichte ausmacht.
Twilight als Film
Maßgeblichen Anteil am andauernden Erfolg der “Biss-Geschichten“ hat die Verfilmung der Werke. Twilight als Film zog noch mehr Zuschauer als Leser an und machte die zwei jungen Hauptdarsteller Kristn Stewart und Robert Pattinson zu Weltstars.
[...] Sie wurde in rund vierzig Sprachen übersetzt, die deutschen Titel der vier Hauptbände lauten: „Bis(s) zum Morgengrauen“, „Bis(s) zur Mittagsstunde“, „Bis(s) zum Abendrot“ und „Bis(s) zum Ende der Nacht“. [...]