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Angela Sirtlan: Yoga für mich

Work-out-Yoga
Für ein Fitnessprogramm, wie es „Yoga für mich“ darstellt, bringt jeder Mensch seine individuellen Voraussetzungen mit. Nicht zuletzt diese Grundvoraussetzungen bestimmen, welche körperlichen Übungen gut tun und Spaß machen, und welche nicht. Wie bereits der Titel andeutet, stellt die Lehrerin für Dance, Work-out und WOYO Angela Sirtlan dem Leser Yoga in einer Form vor, die von ihr persönlich favorisiert wird. Daher wäre es zu pauschalisierend, „Yoga für mich“ als das ideale Yogabuch für jedermann anzupreisen. Wer aber über ein ähnliches körperliches Potenzial wie die Autorin verfügt, für den kann das Buch zu einer wertvollen Trainingshilfe werden. Geboten wird ein sorgfältig ausgearbeitetes, ideologiefreies Work-out aus Yoga-Elementen (WOYO). Informationen über die Philosophie des Yogas (zu ihr gehört z.B. Ahimsa, also die Gewaltfreiheit auch gegenüber Tieren) sollten nicht erwartet werden.

Der Inhalt
Nach einleitenden Worten werden Atem-, Energie- und Konzentrationsübungen vorgestellt. Dann beginnt der „’yoga-praxis’“-Teil. Angela Sirtlan nannte dessen Kapitel:

  • „’yoga elements’ – meine täglichen Quickies“,
  • „’sonnengrüße & vinyasa’ – bestes Warm-up und Intro für mehr“,
  • „’yoga classics’ – immer wieder neu erfahren“,
  • „’happy hip openers’ – die Herausforderung annehmen, um happy zu werden“,
  • „’deep stretches’ – Langsamkeit üben mit Ruhe und Unruhe“,
  • „’yoga-lieblinge’ – Asanas, in die man sich sofort verliebt“,
  • „’short flows’ – Bewegungsfluss genießen – mit oder ohne Musik“ und
  • „’kopfüber-poses’ – da kannst du dich auf den Kopf stellen“.

Es folgen ein Glossar, Backstage-Fotos, die Vorstellung des Studios der Autorin und ein Dankeschön an ihr Team.

Detailgenauigkeit
Wer ein Register sucht, um sich selber ein Programm zusammenzustellen, wird in der uns vorliegenden Erstausgabe nicht fündig werden. Die Übungen an sich lassen sich jedoch, dank der sehr anschaulichen Fotos (einige im Grünen, andere im Studio aufgenommen; gezeigt werden Angela Sirtlan und ein männliches Model) und der detailgenauen Schritt-für-Schritt-Beschreibungen, problemlos im Sinne der im Unterrichten erfahrenen Autorin ausführen – unter dem Vorbehalt der oben erwähnten körperlichen Eignung. Einige Haltungen lassen sich nur mit ausgebildeter Armmuskulatur einnehmen, und das männliche Model führt unter anderem Dehnungen im Schulterbereich vor, die für viele zu strapaziös sein könnten. Zwar werden „Variationen für Beginner“ angeboten, doch es fehlt der Hinweis, dass selbst Yoga-Fortgeschrittene nur selten die Flexibilität des männlichen Models erreichen. Die Variationen und die hervorgehobenen Anmerkungen sind jedoch insgesamt medizinisch sinnvoll und ein wichtiger Inhalt des Buches, der gerade den Autodidakten helfen wird. Schließlich: Auch beim Lernen mit „Yoga für mich“ gilt es, während der Übungen sehr sorgsam auf den eigenen Körper zu achten und aufzuhören, bevor etwas schmerzt.

Wer Geduld hat, sich nicht überfordert und regelmäßig ein angemessenes Programm absolviert, der wird bald gute Erfolge im Fitnessbereich erzielen können. Angela Sirtlans „Yoga für mich“ motiviert, macht Mut und zeigt, was für viele (aber nicht alle) möglich ist.

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